Erdbebenland Italien

„Erdbebenland Italien“
Dr. K. D. Fischer, Ruhr Universität Bochum
Leiter des Seismologischen Observatoriums

Die Gefahr durch Erdbeben ist in Italien höher als in jedem anderen Staat des Kontinents:
Fast das ganze Land ist eine einzige Plattengrenze.
Schwere Nachbeben sind zu erwarten, weitere Katastrophen geologisch programmiert
– Menschen und Behörden sind zu wenig vorbereitet, kritisieren Experten.
Die Liste schwerer Beben in Italien ist lang. 1783 starben schätzungsweise 50.000 Bewohner
Kalabriens infolge von Erdstößen.
1693 wackelte die Erde im Süden des Landes – weit mehr als hunderttausend Menschen
kamen damals in Catania auf Sizilien und Neapel zu Tode, ähnlich viele wie 1908
bei einem Beben der Stärke 7,5 in der Straße von Messina.
Zur eigentlichen Katastrophe kam damals noch ein Tsunami.
Ein Beben der Stärke 5,7 auf der Richter-Skala beschädigte am 26. September 1997
in den Apennin-Regionen Umbrien und Marken in 77 Orten etwa 9000 Gebäude.
Insgesamt starben zwölf Menschen.
Schwere Schäden erlitt auch die Basilika San Francesco von Assisi, in der sich
weltberühmte Fresken von Giotto und Cimabue befinden.
Als ihr Dach einstürzte, starben vier Menschen.
Der Gesamtschaden des Bebens wird auf umgerechnet mindestens
2,56 Milliarden Euro beziffert.
Bei einem Erdbeben der Stärke 6,5 auf der Richter-Skala im Friaul kamen im Mai 1976
etwa 970 Menschen ums Leben, 70.000 Menschen wurden obdachlos.
Die Erdstöße waren bis nach Bayern spürbar.

Eintritt 8,00 € / 5,00 € (ermäßigt für cicuit Mitglieder)

Auf der cicuit Reise ins Friaul im Mai 2026 werden wir die besonders
vom Erdbeben betroffenen Orte Gemona und
Venzone besuchen.

Datum

29 Apr. 2026
Abgelaufen!

Uhrzeit

19:00

Preis

8,00 €

Standort

Evangelische Stadtakademie,
Westring 26a/26c, Bochum

Veranstalter

Deutsch-italienische Gesellschaft e.V
Telefon
+49 (0) 2323 - 8684
E-Mail
info@cicuit.de